
Tafeln mit T.C. Boyle
Coastal Highway Number One, Ausfahrt Santa Barbara: Pazifik, Palmen, 31 Grad und zehn Minuten früher als gedacht. Zur Strafe schiebt sich ein Hund mit schwarzen Dreadlocks durch den Holzzaun, das geifernde Bellen übertönt Rasensprenger, eine Kreissäge und schwillt nicht ab, als ein Mann mit Don-Quichotte-Bart, das Haar unter einer Baseballkappe versteckt, durch den Vorgarten schlendert. Tom Coraghessan Boyle sieht aus wie ein Rockstar und wäre es nach Musik-, Rausch- und Hippiezeit um ein Haar geworden. Heute ist er Kultautor, führt die New York Times-Bestsellerlisten an, gewann den Faulkner-Preis.
„Ich fühle mich nur gut, wenn ich schreibe,“ erklärt er, „dann bin ich in meinem Nirwana, einem traumgleichen Zustand. Das Schreiben ist wie eine Sucht.“ Er schenkt sich ein Glas Rotwein ein, blickt in die Bäume.