
Schottisches Design kommt: nicht kleinkariert und geizig, sondern durchdacht und cool. Think Manhattan with a Scottish accent!
Es ist Freitagabend, nicht irgendeiner, sondern der längste Tag des Jahres: Mittsommernacht. Der Fluss Clyde glänzt wie gehämmertes Silber, die Sonne bricht sich in glänzenden Fassaden und lässt alte Werftkräne wie Scherenschnitte erscheinen. Freitagabend und Glasgow bebt: Feuerwehrwagen rasen durch die Straßenschluchten, die Fenster bis zum Anschlag runtergekurbelt, statt Martinshorn dröhnende Musik, auf den Sitzen Mädchen in kurzen Tops, Röckchen und knallengen Jeans. „Jippieh.,“ sie segeln von den Sitzen, springen zu den Eingängen der Clubs.
Während Berlin die Love- oder Amsterdam die Gay Parade feierte, feiert Glasgow sich selbst. Die einstig graue Industriestadt am Clyde hat allen Grund: nachdem die Werftindustrie zerbrach, glich das Leben einem Film von Ken Loach, in dem der Fußball leidenschaftlich, die Poesie sentimental und der Drogenkonsum dramatisch war..